Bildung in Indien

Indien ist einer der bevölkerungsreichsten Staaten der Welt. In früheren Zeiten war Indien sehr bekannt für sein hervorragendes Bildungssystem. Unzählige Studenten kamen aus den verschiedensten asiatischen Staaten hierher, allen voran aus China. Die Bildung in Indien spielte schon im 19. Jahrhundert eine große Rolle jedoch musste hier eher vom Zerfall des Bildungssystems gesprochen werden. Erst im 20. Jahrhundert ging es wieder bergauf und seit dem Jahr 1911 gibt es sogar die Schulpflicht in Indien.

Bereits nachdem Indien im Jahre 1947 seine Unabhängigkeit von den Briten erhalten hatte, wurde versucht, ein ausgefeiltes Schulsystem zu entwickeln, das an internationale Standards heranreichen sollte. Mit den Kommissionen von 1953 und 1964 wurden diese Ansätze noch weiter vorangetrieben. Dem Schulsystem in Indien ist deshalb ziemlich eindeutig sein sehr westlicher Stil anzumerken. Aus Großbritannien beispielsweise bestehen noch immer die Einflüsse in Bezug auf die Schuluniform. Zudem werden, außer im Fach Hindu, alle Fächer in der englischen Sprache unterrichtet.

Die meisten Schulen sind staatliche Schulen, die für alle Schülerinnen und Schüler kostenlos sind. Auch Privatschulen für die reicheren Schichten Indiens sind vorhanden. An diese lässt sich darüber hinaus allerdings auch mit Hilfe eines Stipendiums kommen, wenn der Schüler oder die Schülerin ein solches erhält. Die erste Schule, die in Indien besucht wird, ist die Primary School. Mit dieser starten die Schüler im Alter von sechs Jahren und sie kann als Pendant zu unserer Grundschule gesehen werden. Später kommt die Secondary School hinzu, die von elf bis fünfzehn Jahren besucht wird. Ihr schließt sich eine sogenannte Senior Secondary School an, die von Schülern zwischen 16 und 17 Jahren besucht wird. Hat man diese erfolgreich absolviert, so kann dann an einer Universität studiert werden. Vor allem Abschlüsse in den Fächern wie den Naturwissenschaften, Kunst sowie Handelswesen erfahren eine hohe Rate an Studieneinschreibungen.

Auch ein College lässt sich in Indien besuchen. Besonders für die, die ihre Fähigkeiten im handwerklichen oder auch im medizinischen Bereich sehen, eignet sich ein solches College ganz ausgezeichnet. Hier verbringt man in der Regel drei bis fünf Jahre für das Studieren der einzelnen Fächer. Die Bildungschancen in Indien sind jedoch grundsätzlich noch immer recht gering, da es viele Kinder aufgrund der fehlenden Infrastruktur und den mangelnden Transportmöglichkeiten organisatorisch nicht leicht gelingt, zu einer Schule kommen. Zusätzlich streben viele Eltern an, ihre Kinder so schnell es geht in Arbeit zu bringen, damit auch diese dann die Haushaltskasse aufbessern könne. Indien hat in Bezug auf die Bildung deshalb noch einen langen Weg vor sich.

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